Haus da Volta | Grândola

Die Villa steht in einem abgelegenen Gebiet im Südwesten des Alentejo, in den Hügeln von Grândola, wo die sanfte Hügeligkeit des Geländes dem rauen Charakter der Landschaft mit Korkeichen, Steineichen und spärlicher Vegetation entgegensteht. Das Projekt greift die Tradition der portugiesischen Alcáçova auf: ein von hohen Mauern umschlossener Komplex, der einen Raum des Schutzes und der Intimität inmitten eines weiten und abgelegenen Territoriums definiert.

Das Haus ist als ummauerte Hofanlage konzipiert, auf die drei rechteckige Baukörper blicken: im Norden die Suiten, im Osten der Wohnbereich mit Wohnzimmer, Küche und Bibliothek, im Westen Garage und Personalzimmer. Im Süden vervollständigt ein kleiner Obstgarten den Hofraum formal.

Die Gemeinschaftsbereiche folgen einer klassischen Abfolge: Küche, Wohnzimmer und Bibliothek, getrennt durch große symmetrische Schiebetüren. Eine große Kaminwand trennt das Esszimmer vom Wohnbereich.

Im Inneren dominieren weiß gestrichene Strukturbalken aus Holz, weiß verputzte Stuckwände und Betonböden. Außen ist das Haus mit weißem Kalksteinmauerwerk verkleidet, mit Biberschwanzziegelabdeckungen, die ein Satteldach andeuten, das in Wirklichkeit nicht existiert. Die Rauheit der Kalkoberflächen und die geometrische Reinheit der Baukörper verleihen dem Haus einen vernakuären und archaischen Charakter, der in einem abstrakten und zeitgenössischen Sinne neu interpretiert wird.

Jahr
2021

Architekturbüro
PROMONTORIO, in Zusammenarbeit mit João Cravo

Fotografie
Luis Viegas, Alexandre Ramos