Apfelhotel Torgglerhof | Südtirol – Italy

Inmitten von Apfelplantagen, Wiesen und Bergen am Eingang des Passeier Tals, im Dorf Saltaus (St. Martin in Passeier), verwurzelt der Torgglerhof tief in der jahrhundertealten Apfelanbautradition Südtirols. Mit der neuen Generation der Familie Pichler hat dieser historisch gewachsene Ort eine außergewöhnliche Transformation erfahren: 2014 gewann das Büro noa* – network of architecture aus Bozen und Berlin den Architekturwettbewerb für den Ausbau der bestehenden Struktur und leitete damit einen mehrstufigen Umbau- und Erweiterungsprozess ein, der den Torgglerhof in Südtirols erstes „Apfelhotel" verwandelte

Das Entwurfskonzept von noa* folgt dem Jahreszyklus des Apfels Blüte, Ernte, Reife und Ruhezeit und entfaltet sich in jedem Bereich des Hotels. In der ersten Bauphase (abgeschlossen April 2016) wurde der alte Stadel neben dem Haupthaus entkernt und umfunktioniert: Hinter der original erhaltenen Fassade treten freiliegende Streben und Balken in Dialog mit Loggien und großen Glaselementen; die neuen Zimmer nehmen in ihren Oberflächen Anleihen an der klassischen Apfelkiste. Die Apfelsauna ein apfelförmiges Saunagebäude, das sich als sanfter Hügel in die Grünlandschaft einfügt rundet die erste Wellnessetappe ab.

In der zweiten Bauphase (abgeschlossen Mai 2020, 2.890 m²) beherbergen drei neue Gebäude mit Satteldächern und anthrazitfarbenen Holzrauten-Fassaden eine zeitgemäße Transformation klassischer Holzverstrebungen 18 neue Gartensuiten. Das neue Wellness-Brunnenhaus bietet einen Teil-Innen-Teil-Außen-Pool, einen Erwachsenen-Saunalounge, ein Dampfbad mit zur Raummitte geneigter Decke und natürlichem Tonkrug sowie einen Trinkbrunnen aus Naturstein. Holz, Naturfasern und erdige Farbtöne prägen jeden Raum; Räuchereiche-Parkett zieht sich einheitlich über Böden, Treppenstufen und Ablagen.

Jahr
2016 (erste Phase) / 2020 (zweite Phase)

Architektur- und Innenarchitekturbüro
noa| network of architecture, Bozen / Berlin

Bauherr
Familie Pichler

Fotograf
Alex Filz