Zweifamilienhaus | Emmen – Switzerland
Das Projekt entstand mit dem Ziel, ein Zweifamilienhaus zu schaffen, das sich harmonisch in das bestehende Stadtgefüge von Emmen einfügt, sich in die Morphologie des Viertels integriert und die Lücke im Grundstück diskret und kohärent schließt. Das Gebäude erstreckt sich über zwei Obergeschosse und ein bewohnbares Dachgeschoss und dient als vermittelndes Element zwischen den fünfgeschossigen Gebäuden im Westen und den zweigeschossigen im Osten.
Das Hauptvolumen, das die Wohnungen beherbergt, setzt auf einer kleineren Sichtbetonbasis auf und hebt sich durch Materialien und Proportionen ab. Das offene Erdgeschoss dient als Eingang und beherbergt die Parkplätze in Kontinuität mit den bestehenden Garagen. Die beiden Wohneinheiten in den Obergeschossen werden über ein Treppenhaus mit Aufzug erschlossen.
Dank der Ost-West-Ausrichtung sind die Wohnungen nach einem offenen Grundriss konzipiert, mit gut belichteten und fließenden Räumen. Die kreisförmigen Öffnungen führen eine spielerische und dynamische Sprache in die regelmäßige Struktur ein. Die Wohnung im ersten Obergeschoss zeichnet sich durch geschützte Terrassen über Straßenniveau aus, während das Dachgeschoss über eine zentrale Loggia verfügt, um die sich der Wohnbereich entwickelt.
Das Satteldach greift die lokale Bautypologie auf und stärkt den Dialog mit dem Kontext. Die verputzten Oberflächen in natürlichen Tönen und die Sichtbetondetails verleihen dem Gebäude ein Gleichgewicht zwischen Solidität und Leichtigkeit. Die Innenräume, bewusst schlicht gehalten, lassen Raum für die Persönlichkeit der Bewohner und setzen auf neutrale und helle Materialien.
Jahr
2018
Architekturbüro
Brandau Ciccardini
Fotografie
Philipp Mächler
