Palácio da Bolsa – Porto | Portugal

Mit Blick auf die Rua Ferreira Borges im historischen Zentrum von Porto, einem UNESCO-Weltkulturerbe, ist der Palácio da Bolsa das meistbesuchte Denkmal in Nordportugal. Ab 1842 auf den Ruinen des durch einen Brand 1832 zerstörten Franziskanerklosters errichtet, wurde der Palast vom Architekten Joaquim da Costa Lima Júnior im neoklassischen Stil mit starken palladianischen Einflüssen entworfen, dessen Hauptstrukturen 1850 fertiggestellt und deren Innendekoration erst 1910 abgeschlossen wurde

Zum ursprünglichen Entwurf von Costa Lima Júnior gesellten sich weitere Architekten für die dekorative Vollendung: Gustavo Adolfo Gonçalves e Sousa entwarf die monumentale Treppe und den vom Alhambra in Granada inspirierten Salão Árabe; Tomás Augusto Soler entwarf die verglaste Metallkuppel des Pátio das Nações, das pulsierende Herz des Gebäudes; Joel da Silva Pereira gestaltete den Saal des Handelsgerichts. Fresken und Dekorationen wurden Künstlern wie António Ramalho, Veloso Salgado und Soares dos Reis übertragen.

2006-2007 startete die Handelsvereinigung von Porto eine umfangreiche Restaurierungskampagne der Dächer und Fassaden des Gebäudes. Der Eingriff am verglasten Dach des Pátio das Nações wurde vom Büro Nuno Valentim Arquitectura geleitet (Architekten Nuno Valentim und Frederico Eça, mit der Mitarbeit von Margarida Ramos und Maria Ana Sousa Coutinho), das dem historischen Innenhof angemessene Helligkeit, Dichtigkeit, Sonnenschutz und Belüftung zurückgab. Der Salão Árabe erfuhr zwischen 2009 und 2010 eine weitere Restaurierung.

Jahr
1850 (Bau) / 2006-2007 (Dachrestaurierung)

Ursprünglicher Architekt
Joaquim da Costa Lima Júnior

Dachrestaurierungsbüro 2006-2007
Nuno Valentim Arquitectura (Nuno Valentim, Frederico Eça)