Bogen Blumenbistrot | Bozen

Im Herzen der Bozener Altstadt erwacht ein altes Tonnengewölbe dank des Projekts von NOA zu neuem Leben und wird in das Bistrot Bogen verwandelt: ein Ort, an dem mittelalterliches Erbe auf eine verfeinerte zeitgenössische Sensibilität trifft, mit natürlichen Texturen und einem Gespür für Details.

Der Raum befindet sich im „Haus am Gang“, einem Gebäude von großem historischen Wert an der alten Kärrnerstraße. Die mittelalterlichen Bögen, der schwebende Laubengang und die Steinarchitektur zeugen von der langen Geschichte des Hauses, das im Laufe der Jahrhunderte vom Deutschen Orden an verschiedene Handwerker und lokale Familien übergegangen ist.

Der Eingriff betraf das Erdgeschoss, einen Raum, der einst Schuhmachern, Tischlern und Kaufleuten gewidmet war. NOA stellt die ursprüngliche Struktur wieder her, indem die vier Bögen, die die Tiefe des Lokals gliedern, aufgewertet und der Eingang mit einem neuen schwarzen Metallrahmen erweitert werden. Die Beleuchtung ist darauf ausgelegt, die Geometrie der Gewölbe hervorzuheben, während graubeiger Estrichboden und eine Eichenplattform eine einheitliche Raumwahrnehmung schaffen.

Das Bistrot erhält seinen romantischen und bohemischen Charakter durch sein zentrales Element: eine 7 Meter lange Theke, gekrönt von einem spektakulären Blumengewölbe aus umgekehrten Körben voller Trockenblumen. Diese poetische Geste der Inhaberin Roswitha Mayr wird zum Symbol der Identität des Lokals. Die Sitzgelegenheiten wechseln zwischen neuen Stücken und Vintage-Stühlen, während einige mit Blumenstoff ausgestattete Nischen intime Ecken unter den Bögen bieten.

Der Servicebereich ist in einem prismatischen Volumen aus mikroperforiertem Blech mit gedrucktem Blumenmuster untergebracht, das technische Anforderungen mit dekorativer Atmosphäre verbindet. Das Ergebnis ist ein Raum zwischen Vergangenheit und Gegenwart, in dem die Geschichte Bozens mit einer zeitgenössischen Vision aus Romantik, natürlichen Texturen und Liebe zum Detail verwoben ist.

Jahr
2021

Architekturbüro:
NOA – network of architecture

Fotografie
Alex Filz